Demonstration zur Lautstärkewahrnehmung

Der heute gebräuchliche Standard bei der Lautstärkemessung ist der A-bewertete Schalldruckpegel, angegeben in dB(A). Durch die A-Bewertung werden, in Anlehnung an die menschliche Hörempfindung für leise, schmalbandige Schalle (z.B. Flötentöne) tiefe Töne stark abgedämpft und haben somit auf die Berechnung des Pegels nur einen geringen Einfluss. Da Alltagsgeräusche meistens mittellaut bis laut und breitbandig sind, also tiefe, mittlere und hohe Töne enthalten, ist der A-bewertete Schalldruckpegel keineswegs ein gehörrichtiges Maß für die durch den Menschen wahrgenommene Lautstärke. Deshalb können Geräusche, obwohl sie den selben Schalldruckpegel in dB(A) aufweisen, vom Menschen als völlig verschieden laut empfunden werden. Das folgende Hörbeispiel verdeutlich diesen Sachverhalt. Es sind sechs verschiedene Industriegeräusche zu hören, die alle einen Schalldruckpegel von 80dB(A) besitzen. Dennoch variieren die Lautstärken der einzelnen Geräusche stark. Es wird empfohlen, das Beispiel über Kopfhörer anzuhören.

Demonstration: Sechs Schalle mit gleichem A-bewertetem Schalldruckpegel dB(A) [.wav, 1.3 MB]

Ein wesentlich besseres Maß für die wahrgenommene Lautstärke ist die Lautheit, gemessen in sone. Die Lautheitsmessung in sone stimmt weitestgehend mit der menschlichen Hörempfindung überein, eine Verdoppelung der Lautheit beispielsweise entspricht einer Verdoppelung des sone-Werts. In der folgenden Abbildung sieht man den zeitlichen Verlauf des obigen Hörbeispiels in dB(A) und sone. Die obere Kurve zeigt, dass alle sechs Geräusche den gleichen Schalldruckpegel aufweisen, während die untere Kurve den Lautheitsverlauf darstellt. Die als lauter empfundenen Geräusche resultieren erwartungsgemäß in einer höheren Lautheit, angezeigt durch einen größeren sone-Wert.